Baden-Württemberg
gegen Menschenfeindlichkeit
und Rechtsextremismus.

 

Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?

Das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) fußt auf einer Langzeituntersuchung der Universität Bielefeld von 2002 bis 2012. Mittlerweile wird der Forschungsansatz in den sogenannten Mitte-Studien die Friedrich-Ebert-Stiftung weiter geführt, zuletzt erschienen ist die „Frage Mitte“. Unter dem Begriff GMF fasst man unterschiedliche Formen der Abwertung von konstruierten Menschengruppen zusammen. Einzelne Facetten sind z. B. Rassismus, Sexismus und die Abwertung von Sinti und Roma.

Ein wesentliches Merkmal von GMF ist, dass die Abwertungen, welche die Ungleichwertigkeit von Gruppen erzeugen, in einem Syndrom verbunden sind. Die Ausprägungen des GMF-Syndroms, hängen zusammen und haben einen gemeinsamen Kern, nämlich die Ideologie der Ungleichwertigkeit. Das bedeutet, dass eine Person, sofern sie Zustimmung zur Abwertung einer bestimmten Gruppe äußert, mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit dazu neigt, auch andere schwache Gruppen abzuwerten und zu diskriminieren. Das GMF-Konzept geht aufgrund der erhobenen Daten davon aus, dass das Syndrom kein Phänomen, des Randes des politischen Spektrums ist, sondern ein breites, in weiten Teilen der Bevölkerung geteiltes Meinungsmuster ist.

 


 

 

Einen weiteren Überblick über das Thema gibt die Dokumentation Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

zur PDF: Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Gespaltene Mitte - Feindselige Zustände

Studie: Rechtextreme Einstellungen in Deutschland 2016

Über den Zustand rechtsextremer Einstellungen in Deutschland gibt die sogenannte "Mitte-Studie" der Friedrich-Ebert-Stiftung Auskunft. Die komplette Studie kann beim Dietz-Verlag bestellt werden, einige Ergebnisse sind hier zusammengefasst:

Zusammenfassung: Gespaltene Mitte - Feindselige Zustände

Fragile Mitte – Feindselige Zustände

Studie: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014

Die aktuelle Mitte-Studie von Andreas Zick und Anna Klein: Fragile Mitte – Feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014 steht auf der Seite der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Download bereit.

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